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Das interessante Buch

An einem ätzenden Montag, nach der Schule, musste ich in der Schulbibliothek nachsitzen.

Ich hatte ein paar Schulaufgaben bekommen und musste beim Aufräumen der Bibliothek helfen. Endlich sah ich, wie die Aufsichtsperson in einen anderen Raum ging. Eigentlich wollte ich mich ja rausschleichen, aber auf einmal sah ich so ein Funkeln hinter einem Bücherregal. Da ich sehr neugierig war, vergaß ich, dass ich eigentlich abhauen wollte und schaute deshalb nach. Ich war sehr überrascht, als ich ein Buch sah, das größer als ich war und leuchtete. Aus Instinkt blätterte ich sofort darin. Im Buch sah ich einen wunderschönen Waldweg und zwei Mädchen.

Plötzlich wurde ich ins Buch hineingezogen. Ich war völlig verdutzt und konnte meinen Augen nicht trauen. Vor mir sah ich genau das, was ich im Buch gesehen habe, nur dass alles jetzt real aussah. Dort sah ich ein Mädchen, das schaukelte, und da war eins, das auf dem Waldweg spazieren ging. Das Mädchen auf der Schaukel winkte mir zu und sprang ab. Sie kam zu mir rüber, aber plötzlich stoppte sie. Also ging ich zu ihr. Auf einmal stieß ich gegen sowas wie eine unsichtbare Wand. Ich versuchte noch mal durch sie hindurchzugehen, doch ich haute mir nur den Kopf an.

Ich versuchte mit ihr zu sprechen. Das klappte gut. Also fragte ich sie, warum ich nicht auf die andere Seite komme und warum ich in einem Buch stecke. Sie antwortete, dass nur besondere Menschen das Buch sehen und hineinkommen können und dass ich nicht rüberkommen kann, da ich auf einer Buchseite stand.
So fragte ich: „Wie komm ich auf die andere Seite oder raus?“
Sie antwortete: „Du musst einfach aufwachen und dich auf die andere Buchseite konzentrieren und wieder einschlafen“.
„Und wenn du raus aus dem Buch willst, musst du nur aufwachen“, sagte sie abschließend.

Ich war verblüfft, dass es das Buch enden konnte. Andererseits war es nicht das erste Mal, dass ich einfach so in der Schule einschlief. Ich wollte nicht, dass die Aufsichtsperson mich schlafen sieht, also verabschiedete ich mich von dem Buchmädchen. Auf einmal spürte ich, wie mich jemand grob rüttelte. Es war zu spät. Ich wachte auf und sah die Aufsichtsperson mit ernster Miene schimpfen. Ich entschuldigte mich und machte mich an die Schulaufgaben. Auf der Rückseite des Zettels sah ich das Mädchen, das mir zu zwinkerte.

Nach dem Nachsitzen dachte ich darüber nach, das Buchmädchen heute Abend zu besuchen.

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