Das Geheimnis hinter der Tür
Es war Sonntagvormittag. Meine Eltern und ich hatten Streit. Da ich meine Eltern nicht sehen wollte, ging ich ein bisschen raus.
Ich ging wie immer um den Friedhof zum Wald, aber als ich am Ende des Friedhofes war, sah ich etwas hinter einem Busch, was mir sonst nie aufgefallen war. Es sah aus wie eine Tür. Ich konnte es von der Ferne nicht genau erkennen, da es von einem Efeuvorhang versteckt wurde. Also ging ich näher hin. Ich schob den Efeu weg und dort war tatsächlich eine Tür. Sie war nur angelehnt. Ich überlegte kurz, ob ich hineinschauen sollte. Weil ich sehr neugierig war, schaute ich hinein. Da waren Treppen, die nach unten führten.
Auf einmal fiel mir mein Ring runter. Er kullerte zum Glück nicht weit weg. Also ging ich ein paar Stufen runter und hob ihn auf. Als ich wieder hoch wollte, sah ich, wie der Wind die Tür zuschlug. Nun rannte ich nach oben und rüttelte am Türgriff. Sie klemmte und ging nicht auf.
Ich hatte zwei Möglichkeiten. Entweder ich würde hier auf Hilfe warten und schreien oder ich würde einen Ausgang suchen. Auf einmal erinnerte ich mich, dass ich ja die ganze Zeit meine Handytaschenlampe benutzte. Also konnte ich jemanden anrufen. Ich schaltete es an und sah, dass ich 2% Akku hatte. Ich entsperrte es und rief meine Mama an. Sie ging nicht ran. Ich versuchte meinen Papa anzurufen und natürlich ging mein Akku aus. Jetzt bekam ich Panik. Ich schrie so laut ich konnte, aber niemand bemerkte es. Ich versuchte die Tür aufzubekommen, aber es funktionierte nicht. Also blieb mir nur eine Möglichkeit.
Ich musste einen Ausgang suchen. Zu meinem Pech hatte ich jetzt auch kein Licht mehr. Ich tastete mich an den Wänden nach vorne und kam am Ende der Treppe an. Plötzlich hörte ich ein Knurren. Ich schreckte auf und blieb stehen. Ich traute mich nicht zu atmen. Auf einmal sah ich wieder 20 funkelnde Augen, die mich aus der Dunkelheit anstarrten. Jetzt rannte ich davon, denn ich hatte die Vermutung, dass das keine harmlosen Gestalten waren. Ich dachte, dass es Wölfe sein könnten und dass Wölfe schneller als ich laufen können.
Auf einmal stolperte ich und verletzte mir das Knie. Ich konnte nicht mehr aufstehen. Ich wusste, dass das mein Ende ist. Ich hörte die Kreaturen auf mich zukommen. Ich hörte ihren Atem, der immer lauter wurde und näher kam. Mit einem Mal sah ich mein Leben an mir vorbeiziehen. Mir wurde klar, dass ich nie wieder mit meinen Eltern reden konnte. Dann hörte ich eine Stimme sagen: „Marie! Guten Morgen.“ Und ich wachte auf.
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