Mittelalter: Pfeilspitzen und ihre Geschichte
Im Laufe der Geschichte haben die Menschen gelernt, welche Pfeilspitzen zu welchem Zweck gut dienen. Von der Steinzeit bis ins Mittelalter haben sich die Pfeilspitzen verändert. Ich möchte euch heute drei Pfeilspitzen aus dem Mittelalter vorstellen und die geschichtlichen Hintergründe von diesen einzigartigen Pfeilspitzen erzählen. Kommt mit auf eine Zeitreise in der Geschichte des Pfeil- und Bogenschiessens.
Mondgeformte Pfeilspitze
Das ist eine mondgeformte Pfeilspitze aus dem Mittelalter. Sie wurde, Gerüchten zufolge, benutzt, um Seile durchzuschiessen. Das lässt sich nur bewahrheiten, wenn man es selber ausprobiert, und man merkt, dass das sehr viel Zielgenauigkeit benötigt.

Der wirkliche Sinn dieser Spitze war, kleine Beute zu jagen, insbesondere Vogelarten. Der Vorteil war eine grössere Treffchance für den Jäger. Die Spitze hatte eine grössere Trefffläche und gab dem Jäger die Möglichkeit, kleinere Beute aus der Luft auẞer Gefecht zu setzen.
Der zweite Zweck dieser Spitze war es angalloppierende Pferde außer Gefecht zu setzen. Indem man gezielt auf die Sehne des Rosses geschossen hat, damit das Tier während des Gallops zum Kollabieren brachte und eventuell den Reiter oder den Ritter in den Tod riss.
Schwalbenschwanz-Pfeilspitze
Das ist eine Pfeilspitze die zwei Wiederhaken hat. Ich nenne sie auch Schwalbenschwanz-Spitze, da die Pfeilspitze so ausschaut wie eine fliegende Schwalbe.

Der Zweck dieser Pfeilspitze ist ausserordentlich brutal. Bei der ging es darum, dem getroffenen Opfer es zu erschweren, diese Spitze rauszuziehen. Die zwei Wiederhaken machten es unglaublich kompliziert, die Spitze aus dem Körper zu entfernen.
Zu damaligen Zeiten ist man meistens daran gestorben, da man die Spitze rausoperieren musste. Während dieses Prozesses ist man aus mangelnder Hygiene an einer Blutvergiftung gestorben. Diese Spitze wurde zu Kriegszwecken sowie zu Jagdzwecken verwendet.
Gewöhnliche mittelalterliche Kriegspfeilspitze
Zu guter Letzt haben wir hier eine gewöhnliche mittelalterliche Kriegspfeilspitze.

Die wurden meist zu hundert in die Luft geschossen, um einen riesigen Pfeilhagel zu kreieren, um eine grosse Armee zu eliminieren.
Die Kriegspfeilspitzen wurden nur auf den Pfeilschaft gesteckt, um es dem Opfer schwieriger zu machen, den Pfeil rauszuziehen. Wenn man den Pfeil nicht mit Gefühl rauszog, dann zog man im schlimmsten Fall nur den Schaft hinaus und die Spitze blieb drinnen.
Das war’s mit unserer Zeitreise im Mittelalter. Ich hoffe, es hat euch gefallen, und wenn ihr eine Frage oder einen Vorschlag habt, dann schreibt mir gern einen Kommentar.
LG euer Wilhelm
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