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Die Tanzshow

Das ist meine Schwester Milli. Sie ist neun Jahre alt. Sie ist richtig nett, aber manchmal ärgert sie mich ein bisschen. Und das bin ich. Ich bin ein braves, fröhliches Mädchen und ich bin 10 Jahre alt. Und das, das ist meine Freundin Jess. Sie ist lustig aber lenkt mich oft beim Geschichten schreiben ab. Jedenfalls war es so: Wir drei und noch einige andere Kinder tanzen zusammen Rock‘n‘Roll; zwar noch nicht so lange, aber schon gut.

Diese Woche gingen wir, wie jeden Freitagabend, zu unserem Rock‘n‘Roll-Tanztraining.

Wir trainierten in einem großen Raum mit vielen Spiegeln. Als wir uns aufwärmten fiel mir auf, dass unsere Tanzlehrerin anders wirkte, als sonst, etwas aufgeregter. Am Ende des Unterrichts rief sie uns alle zusammen und sagte: „Ich habe gute Neuigkeiten für euch! Ihr werdet bald eine Vorführung haben.“

Als ich das hörte, war ich außer mir vor Freude. ,,Das ist unser erster Rock‘n‘roll-Auftritt!“, dachte ich mir. Aber Milli sagte, dass sie ein bisschen Angst hatte, dass wir die Aufführung nicht schaffen. Jess meinte: „Mach dir keine Sorgen, wir werden viel üben und dann wird das schon gehen!“

„Was glaubt ihr, welche Choreografie wir haben werden.“ fragte ich Milli und Jess.

Aber erst in der nächsten Woche erklärte unsere Lehrerin uns die Choreographien für die Tanzshow. Wir mussten viel springen und es gab sehr schnelle Bewegungen. Zuerst fand ich sie sehr schwer. Aber meine Tanzlehrerin filmte uns beim Tanzen, damit wir auch zuhause üben konnten.
Am Anfang fühlte sich mein Kopf wie Brei an, aber ich übte viel Zuhause und nach mehreren Trainingseinheiten verstand ich den Tanz endlich.
Wochen vergingen und mir wurde immer mulmiger zumute, denn ich wusste, dass der Auftritt immer näher rückte.

Die Woche vor dem Auftritt erklärte meine Tanzlehrerin uns noch: „Keine Sorge, ihr werdet keinen Wettbewerb haben, sondern nur eine Tanzshow. Aber ihr werdet trotzdem auf einer großen Bühne auftreten.“

Ich war erleichtert, wusste aber nicht wieso.
Der Tag rückte immer näher und ich wurde immer aufgeregter.

Schließlich war es so weit. „Der Tag der Show ist gekommen.“, dachte ich. Ich hatte zum Frühstück nicht einmal Hunger, so nervös war ich. Aber da musste ich mich auch schon umziehen und mich fertig machen. Dann fuhren wir los, mit dem Auto zur Tanzaufführung.

Unsere Tanzlehrerin erwartete mich und meine Schwester schon. Ich probte mit den anderen ein letztes Mal und jetzt war ich richtig aufgeregt. ,,Die letzte Probe.“, dachte ich mir zitternd.

Jetzt spürte ich eine Mischung zwischen Angst und Freude. Wir sahen den anderen Tänzern zu. Bald kamen wir dran. Unsere Lehrerin rief uns zusammen und sagte: „Gleich nach denen beginnt eure Show.“

Doch kurz vor unserem Auftritt sagte plötzlich ein Mädchen aus unserer Gruppe, dass sie starkes Bauchweh hatte.

„Jetzt haben wir ein Problem.“ dachte ich. Wir alle wurden auf einmal sehr unruhig. Doch unsere Lehrerin dachte sich schnell eine neue, ein bisschen veränderte Choreographie aus. Jetzt mussten wir sie uns gut merken. Ich bemühte mich gut zuzuhören. Dann war es so weit. Unsere Lehrerin sagte: „Keine Sorge, wenn ihr einen Fehler macht. Habt einfach Spaß! Viel Glück!“

Mein Herz klopfte und ich hatte ein bisschen Angst. Unsere Musik ertönte und wir warteten bis wir mit unseren Tanzschritten beginnen konnten.

Wir hatten zwei Tänze gelernt. Der erste Tanz war nicht so schnell, was für Rock‘n‘Roll sehr ungewöhnlich war. Diesen Tanz hatten wir auch mehr geübt. Wir machten keine Fehler. Doch dann stellten wir uns für den zweiten Tanz in Position. Dieser Tanz war schon schneller und auch schwieriger, vielleicht auch weil wir ihn nicht so viel geübt hatten. Der zweite Tanz war auch der mit der veränderten Choreografie. Mir war nicht so wohl zumute. Ich wiederholte im Kopf, was ich jetzt gleich für Tanzschritte machen musste. Der Tanz begann und wir tanzten alle sehr synchron. Ich bemerkte, dass ich beim Tanzen einen kleinen Fehler machte, den aber niemand richtig beachtete. Schließlich endete unser Tanz und wir stellten uns auf unsere Abschlussposition.

„Das haben haben wir sehr gut gemacht,“, dachte ich mir. „obwohl wir wenig Zeit für die neue Choreografie gehabt haben.“ Unsere Eltern und andere Leute applaudierten. Ich fühlte mich sehr erleichtert.
Dem Mädchen, das Bauchweh hatte, ging es am Ende der Aufführung schon wieder besser. Unsere Tanzlehrerin und unsere Eltern gratulierten uns und wir bedankten uns stolz.            

Diese Erlebniserzählung entstand im Rahmen einer Schreibwoche des Literaturwerkstatts in Graz.

Autor

  • Foxy ist fröhlich, zielstrebig und sehr aufmerksam. Ihre Vielseitigkeit ist beeindruckend. Oder kennt ihr auch begeisterte Balletttänzerinnen, die sehr gut Klavier spielen, toll malen und die größten Tierliebhaber sind? Denn genau das ist unsere Foxy. Und sie hat viele Tiere und kümmert sich verantwortungsvoll um sie.

    Sie schreibt tolle gefühlsvolle Geschichten und ist sehr gut in der Rechtschreibung. In der Redaktion ist sie für Korrektorat zuständig und schaut, dass auch die Beiträge von den anderen Autoren eine gute Rechtsschreibung haben.

    Besondere Fähigkeit: Hasen fangen

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2 Kommentare

  1. Guten Tag lieber Hermann, es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag mit meiner Zeichnung gefällt. Ich werde mich bemühen, dass bald wieder neue Beiträge von mir kommen.
    Liebe Grüße Foxy

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