Die Insel Kreta
Kreta ist mit ca. 8.261 km² die größte griechische Insel. Sie liegt im Mittelmeer und wird von sogenannten Teilmeeren umschlossen.
- Norden: Kretisches Meer
- Süden: Libysches Meer
- Westen: Ionische Meer
- Osten: Karpathische Meer

Gebirge
Idagebirge
Das im Zentrum gelegene Massiv beherbergt den höchsten Punkt der Insel.
Höchster Gipfel: Timios Stavros (2.456 m).
Besonderheit: In der Mythologie gilt das Gebirge als Geburtsort des Göttervaters Zeus. Der Berg ist im Winter oft schneebedeckt und bietet sogar Möglichkeiten für Skitouren.
Weiße Berge
Das ist flächenmäßig das größte Gebirge der Insel und bekannt für seine helle Kalksteinoptik.
Höchster Gipfel: Pachnes (2.453 m).
Besonderheit: Er hat über 50 Gipfel jenseits der 2.000-Meter-Marke und die berühmte Samaria-Schlucht. Einzigartig ist die sogenannte „Wüste“ (Madares), eine baumlose Hochgebirgslandschaft, die an eine Mondlandschaft erinnert.
Dikti-Gebirge
Höchster Gipfel: Spathi (2.148 m).
Besonderheit: Hier befindet sich die Psychro-Höhle (Diktaion Antron), ein weiterer mythologischer Ort, der ebenfalls als Geburtsstätte von Zeus beansprucht wird.
Asterousia-Gebirge
Dies ist das südlichste Gebirge Griechenlands und trennt die Messara-Ebene vom Libyschen Meer.
Höchster Gipfel: Kofinas (1.231 m).
Besonderheit: Die Region ist karg, felsig und bekannt für ihre abgelegenen Klöster sowie die steilen Klippen, die direkt ins Meer abfallen.

Küsten
Die Nordküste
Der Norden ist touristisch am stärksten erschlossen und bietet eine hervorragende Anbindung durch die moderne Schnellstraße.
Charakter: Lange, flache Sandstrände, die ideal für Familien sind.
Wichtige Orte: Hier liegen die größten Städte wie Chania, Rethymno und Heraklion mit ihren venezianischen Häfen und einem lebhaften Restaurant- und Bar-Szene.
Beliebte Strände: Der kilometerlange Stadtstrand von Rethymno und der Voulisma Beach im Osten.
Die Südküste
Der Süden ist deutlich geprägt, durch steile Gebirgsmassive, die oft direkt ins Libysche Meer abfallen.
Charakter: Klares, tiefes Wasser und oft kleine, versteckte Kieselbuchten. Das Klima ist hier meist 4 bis 5 Grad wärmer als im Norden.
Besonderheiten: Viele Strände wie Agiofarago oder Glyka Nera sind nur per Boot oder durch Wanderungen durch Schluchten erreichbar.
Highlights: Der berühmte Palmenstrand von Preveli und die Hippie-Höhlen von Matala.
Die Westküste
Falasarna: Ein riesiger Sandstrand, der für die besten Sonnenuntergänge Kretas bekannt ist.
Elafonissi: Berühmt für seinen rosa schimmernden Sand und extrem flaches, türkisfarbenes Wasser.
Balos: Eine Lagune mit weißem Muschelsand, die nur über eine Schotterpiste oder per Boot zugänglich ist.

Sehenswürdigkeiten
- Palast von Knossos: Das Zentrum der antiken minoischen Zivilisation und die wohl berühmteste archäologische Stätte der Insel.
- Archäologisches Museum Heraklion: Eines der bedeutendsten Museen Europas mit Artefakten, die bis zu 7000 Jahre zurückreichen.
- Kloster Arkadi: Ein nationales Denkmal des kretischen Widerstands mit einer beeindruckenden Fassade.
- Festung Rocca a Mare: Eine gut erhaltene venezianische Festung im Hafen von Heraklion.
- Altstadt von Chania: Bekannt für ihren malerischen venezianischen Hafen und die enge, historische Architektur.
- Insel Spinalonga: Eine ehemalige Leprakolonie mit einer bewegten Geschichte, die per Boot erreichbar ist.


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