Ankor Wat
Ankor Wat bedeutet in der Khmer-Sprache „Stadt der Tempel“. Ankor Wat ist das größte religiöse Bauwerk der Welt. Die Sprache Khmer ist die Amtssprache in Kambodscha.


Ankor Wat befindet sich in der Nähe von Siem Reap, Nordwest-Kambodscha. Die Tempelanlage hat die erstaunliche Größe von über 160 Hektar. Die Tempel wurden Anfang des 12. Jahrhunderts (ca. 1110 bis 1150) von König Suryavarman II gebaut.



Die Khmer
Über 90 Prozent der Bevölkerung in Kambodscha gehören zu dieser Bevölkerung. Die Khmer haben eine sehr alte Kultur, dieses Reich hat auch die größte Tempelanlage Ankor Wat gebaut. Die Religion ist überwiegend Theravāda-Buddhismus, oft vermischt mit alten animistischen Glaubensformen.
Die Ürsprungsreligion
Die ursprüngliche Religion in Kambodscha war der Hinduismus – gewidmet dem Gott Vishnu. Doch die Religion ist schließlich zum Buddhismus umgestiegen. Die Architektur symbolisierte den heiligen Berg Meru aus der hinduistischen Mythologie. Die fünf Türme stehen für die Gipfel des Berges, umgeben von einem Wassergraben, der die kosmischen Ozeane darstellt.

Kunst und Architektur von Ankor Wat
Es gibt viele Reliefkunstwerke, die bis zu 800 m lang werden, diese Kunstwerke zeigen Szenen aus dem Ramayana, der Mahabharata und dem Leben der Khmer.


Eine 188 Meter lange Steinbrücke führt zum Haupteingang und über 1800 weibliche Gottheiten sind kunstvoll in Stein gemeißelt. Wände und die Gebäude sind alle mit einem kunstvollen Relief verziert.

Die Statuen und ihre Bedeutungen
Es gibt viele Statuen, die Bedeutungen haben.
Apsaras
Apsaras, auch die göttlichen Tänzerinnen genannt, stammen aus dem Hinduismus. Die Hauptaufgabe der Apsaras ist für die Götter zu tanzen und sie zu unterhalten. Apsaras findet man überall in Ankor Wat meistens in Stein gemeißelt. Die klassische Apsara-Tanzkunst von Khmer ist weltberühmt und basiert auf alten Mythen und Tempelreliefs.

Naga
Die Naga-Darstellungen in Angkor Wat sind nicht nur beeindruckende Kunstwerke, sondern tief verwurzelte Symbole in der Khmer-Kultur – mit mythologischer, religiöser und politischer Bedeutung. Hier sind einige spannende Einblicke.
In der hinduistisch-buddhistischen Kosmologie ist die Nāga eine mythische Schlange, oft als mehrköpfige Kobra dargestellt. Sie steht für Schutz, Fruchtbarkeit, Wasser und die Verbindung zwischen Himmel, Erde und Unterwelt. Und in Ankor Wat findet man die Naga sehr oft an den Seiten von Bücken.


Sigha
Singhas sind Wächterkreaturen, die meistens vor Eingängen oder Toren stehen. In der Khmer-Kultur verkörpern Singhas Macht, königliche Autorität und spirituellen Schutz. Sie sind Wächterfiguren, die böse Geister fernhalten und die Heiligkeit des Tempels bewahren.

Garnesha
Garneshas sehen so aus wie Elefanten, doch mit vier Armen. Sie kommen vom Hinduismus und stehen für Intelligenz, Geduld und Weisheit. Garneshas haben auch einen großen Bauch, wo man sagt, dass er alles verdauen kann.

Garuda
Garuda ist der Feind der Nagas (Schlangenwesen) und gilt als Schlangentöter, Symbol für Licht, Wahrheit und göttliche Macht.
Garuda entstand aus einem Ei, das von Vinata gelegt wurde – seine Geburt war so kraftvoll, dass er sofort nach dem Amrita, dem Elixier der Unsterblichkeit, verlangte. Besonders eindrucksvoll sind die Garuda-Balustraden, wo Garudas Nagas greifen oder bekämpfen – ein Symbol für den kosmischen Kampf zwischen Ordnung und Chaos.

Devatas
Anders als die tanzenden Apsaras, die oft in Bewegung dargestellt werden, stehen Devatas meist ruhig und würdevoll – als Verkörperung von Anmut, Schutz und göttlicher Präsenz.Devatas sind weibliche Gottheiten oder spirituelle Wächter, die in der hinduistischen und buddhistischen Kosmologie das kosmische Gleichgewicht bewahren.Sie sind oft an Säulen, Türrahmen und Wänden zu finden.

Asuras
Asuras verkörpern Macht, Ehrgeiz, Zorn und Täuschung, aber auch Wissen und spirituelle Tiefe – je nach Kontext. In der buddhistischen Mythologie sind Asuras eine der sechs Existenzebenen im Samsara – Wesen, die von Neid und Kampfgeist getrieben sind. Die Devas und Asuras ziehen gemeinsam an der Schlange Vasuki, die um den Berg Mandara gewickelt ist, um das Amrita (Nektar der Unsterblichkeit) zu erhalten.

